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Ästhetische Zahnheilkunde

Die ästhetische Zahnheilkunde beschäftigt sich mit Zahnbehandlungen, die ein besonderes Augenmerk auf die Zahnästhetik legen. Der Zahnersatz soll sich harmonisch und ästhetisch in das Gesamtbild des Mundes und Gesichts einfügen. Als Material bietet sich besonders gut die Vollkeramik an, da sie dem natürlichen Zahnschmelz optisch nahezu gleich kommt. Als Behandlungsmöglichkeiten bieten sich Keramik-Inlays, Veneers, Kronen, Bleaching oder Cosmetic Contouring an. Zur ästhetischen Zahnheilkunde gehört auch ein gesundes Zahnfleisch, das als "rosa Ästhetik" bezeichnet wird.

Anästhesie

Der Begriff Anästhesie heißt wortwörtlich übersetzt "Empfindungslosigkeit" (aus dem Griechischen) und ist das Synonym für "Narkose". Man unterscheidet zwischen der Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) und der allgemeinen Anästhesie (Vollnarkose). Die Vollnarkose hat bei einer Zahnsanierung den besonderen Vorteil der schmerzfreien Behandlung, Zeitersparnis und Angstfreiheit. Auch Vibrationen, Gerüche und Geräusche werden unter Vollnarkose nicht wahrgenommen.

Anamnese

Im Rahmen einer Anamnese verschafft sich der Arzt vor einer Behandlung einen Überblick über die individuelle Situation des Patienten (allgemeiner Zustand, Krankheiten). Dazu gehören auch ein ausführliches Gespräch und eine gründliche Untersuchung mit der Erstellung eines Zahn-Kiefer-Mund-Status.

Angst

Es gibt zahlreiche Menschen, die unter "echter" Zahnarztangst leiden. In der Fachsprache bezeichnet man dies als Oralphobie. Diese Patienten leiden unter Herzrasen, Schweißausbrüchen oder Übelkeit. Viele Menschen meiden jahrelang den Zahnarzt und gehen erst dann, wenn es wirklich keinen anderen Ausweg mehr gibt. In diesen Fällen ist eine Behandlung in Vollnarkose die optimale Alternative.

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B

Barodontalgie

Als Barodontalgie wird der Zahnschmerz bezeichnet, der aufgrund von großen Druckunterschieden auftritt. Besonders beim Fliegen oder Tauchen kommt die Barodontalgie vor. Ursache können kleinste eingeschlossene Luft- oder Gasbläschen sein, die sich unter Füllungen oder aufgrund einer Entzündung gebildet haben. Diesem Zahnschmerz kann mit einer gründlichen Untersuchung/Zahnsanierung vorgebeugt werden.

Behandlungsplan

Bevor eine Zahnbehandlung beginnt, wird im Zentrum für Zahnästhetik ein detaillierter Behandlungsplan aufgestellt. Dieser informiert den Kunden über den genauen Ablauf der Zahnbehandlung und die nötigen Investitionskosten.

Beratungsgespräch

Im Beratungsgespräch hat der Kunde des Zentrums für Zahnästhetik die Möglichkeit, seine individuellen Wünsche und Vorstellungen zu äußern. Der Arzt verschafft sich anschließend anhand einer gründlichen Anamnese einen genauen Eindruck über die Zahnsituation. Die Ergebnisse werden unmittelbar ausgewertet und der Kunde über diverse Behandlungsmöglichkeiten informiert. Er erhält anschließend umgehend einen detaillierten und verbindlichen Behandlungsplan.

Bleaching

Das so genannte Bleaching (= Bleichen) ist eine chemische Aufhellung der Zähne. Das geschieht folgendermassen: Es wird ein peroxid-haltiges Gel auf die Zähne aufgetragen. Diese chemische Substanz reagiert mit den Farbpigmenten, die sich im Laufe der Zeit festgesetzt haben. Die Reaktion bezeichnet man als Oxidation. Die Oxidation (Sauerstoff-Reaktion) verändert die Struktur der Farbpigmente, so dass diese für das menschliche Auge nicht mehr zu sehen sind. Die Aufhellung ist jedoch nicht von Dauer. Nach und nach kehren die Verfärbungen zurück. Eine dauerhafte Möglichkeit, die Farbe der Zähne zu verändern, sind so genannte Veneers.

Brücke

Die Brücke schließt eine Lücke von fehlenden Zähnen. Die "klassische" Brücke kann nur dann eingesetzt werden, wenn sie an beiden Seiten von Zähnen umrahmt ist, da diese als Stützpfeiler benötigt werden. Die Nachteile liegen auf der Hand: Eventuell gesunde Zahnsubstanz muss unwiederbringlich entfernt werden, um die Pfeiler befestigen zu können. Außerdem baut sich der Kieferknochen an dieser Stelle nach und nach zurück, da er nicht mehr belastet wird. Die Brücke kann stattdessen unter Umständen durch Zahnimplantate ersetzt werden.

Die Vorteile: Beste Funktionalität und Ästhetik, der Kieferknochen bleibt erhalten, und gesunde Zahnsubstanz muss nicht entfernt werden.

Bruxismus

Zähneknirschen oder Zähnepressen, das häufig nachts und unter Stress-Situationen auftritt, wird als Bruxismus bezeichnet. Die Folgen können Kiefergelenkschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Knochenabbau oder Zahnsubstanzverlust sein.

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C

Composite

Ein Composite ist ein zahnfarbenes Dentalmaterial, das sich aus Kunststoff und verschiedenen Füllstoffen (zum Beispiel Keramikkugeln) zusammensetzt.

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D

Demineralisation

Die Demineralisation ist die Herauslösung von Mineralien aus dem Zahnschmelz. Dies führt in der Regel zu Karies und wird durch Säure hervorgerufen. Das Gegenteil ist die Remineralisation.

Dentallabor

Im Dentallabor stellen Zahntechniker Kronen, Inlays, Veneers, Onlays und anderen Zahnersatz her.

Dentalphobie
Siehe Oralphobie

Dentin

Als Dentin bezeichnet man die Zahnsubstanz, die sich unter dem Zahnschmelz befindet. Dentin ist härter als menschlicher Knochen und weicher als der Zahnschmelz. "Zahnbein" ist die deutsche Übersetzung dieses Fachbegriffs.

Dentition

Der Zahndurchbruch wird als Dentition bezeichnet. Es beginnt zwischen dem fünften und siebten Monat mit dem Milchzahngebiss. Zwischen dem sechsten und zwölften Jahr folgt der Durchbruch des bleibenden Gebisses und endet zwischen dem 17. und 24. Lebensjahr mit der Dentition der Weisheitszähne.

Diastema

Das Diastema ist der sichtbare Zwischenraum zwischen den Zähnen. Eine solche Zahnlücke bildet sich häufig zwischen den vorderen Schneidezähnen. Veneers sind eine gute Möglichkeit, die Lücke ästhetisch zu schließen.

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E

Elektrozahnbürste

Eine Elektrozahnbürste ist eine Alternative zur Handzahnbürste.

Die Vorteile im Vergleich: Elektrische Bürsten ersparen dem Nutzer viel "Arbeit" und vermeiden aufgrund der automatischen Bewegungen mögliche Anwendungsfehler. Seit einiger Zeit ist die elektrische Schallzahnbürste auf dem Markt. Sie schwingt etwa zehn Mal schneller als eine herkömmliche Elektrozahnbürste; dazu kommen gleichzeitige Seitwärtsbewegungen. Die hohen Schwingungen können sich positiv auf das Zahnfleisch auswirken und dafür sorgen, dass die Zahncreme auch kritische Stellen (zum Beispiel Zahnzwischenräume) erreicht. Die allerneueste Entwicklung ist die Ultraschallzahnbürste. Sie verfügt neben den Funktionen einer Schallzahnbürste über ein Mikrochip im Bürstenkopf. Dieser erzeugt Ultraschallschwingungen, die sich ebenso positiv auf das Zahnfleisch auswirken und Beläge bekämpfen können.

Endodontie

Die Endodontie bezeichnet das Teilgebiet der Zahnheilkunde, das sich mit Zahnnerverkrankungen befasst.

Extraktion

Eine Extraktion ist das Entfernen eines Zahns.

Extraoral

Außerhalb des Mundes gelegen. Das Gegenteil ist intraoral.

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F

Fest sitzender Zahnersatz

Fest sitzender Zahnersatz wird zum Beispiel auf Zahnimplantate fest zementiert oder geschraubt und ist somit nicht herausnehmbar. Vorteil: höchster Komfort und Funktionalität.

Fissur

Die kleinen Furchen und Vertiefungen des Zahnschmelzes (zum Beispiel in den Kauflächen der Backenzähne) werden als Fissur bezeichnet.

Fluoride

Fluoride sind wichtige Spurenelemente für den menschlichen Körper. Sie sind Salze der Flourwasserstoffsäure und kommen zu 99 Prozent in Knochen und Zähnen vor. Fluoride fördern die Remineralisation des Zahnschmelzes und helfen somit, eine Karies zu vermeiden oder zu stoppen (Katalysator-Wirkung). Bei einer Prophylaxe-Behandlung werden die Zähne mit einem speziellen flouridhaltigen Lack versehen, um den Zahnschmelz nachhaltig zu stärken. Flouridhaltige Zahncreme, Mundspüllösungen oder auch Flouridtabletten sind weitere Möglichkeiten, die Zähne mit Fluoriden zu versorgen.

Freiendsituation

Eine Freiendsituation liegt vor, wenn eine Zahnlücke nur von einer Seite von natürlichen Zähnen begrenzt ist. Am häufigsten tritt eine Freiendsituation aufgrund von fehlenden Backenzähnen auf.

Frei liegender Zahnhals

Wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht und die Zahnwurzel zu sehen ist, spricht man von einem frei liegenden Zahnhals. Häufige Ursache ist eine falsche Zahnputztechnik: Der Borstenkopf wird zu fest aufgedrückt, und die Borsten sind zu hart. Frei liegende Zahnhälse sind sehr empfindlich und können zu erhöhter Kariesbildung neigen. Eine sorgfältige Prophylaxe ist unbedingt zu empfehlen.

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G

Gingiva

Gingiva ist der lateinische Begriff für Zahnfleisch. Gesundes Zahnfleisch sollte den Zahn fest umschließen, ein leichtes Wellenprofil sowie eine hellrosa Farbe aufweisen.

Gingivarezession

Der entzündungsfreie Zahnfleischrückgang oder Zahnfleischschwund wird auch als Gingivarezession bezeichnet.

Gingivitis

Eine Gingivitis ist eine Zahnfleischentzündung, am häufigsten hervorgerufen durch eine bakterielle Infektion aufgrund von mangelnder Mundhygiene. Anzeichen für eine Gingivitis können leicht blutendes Zahnfleisch, Schwellungen, Rötungen und übler Mundgeruch/-geschmack sein. Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln, die im schlechtesten Fall Zahnverlust zur Folge hat. Regelmäßige Prophylaxe und sorgfältige Zahnpflege beugen einer Gingivitis wirksam vor.

Gold

In der Zahnheilkunde wird Gold häufig als Dentalmaterial eingesetzt. Gold ist sehr gut verträglich und lange haltbar.

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H

Handzahnbürste

Die Handzahnbürste wird gebräuchlich als Zahnbürste bezeichnet. Sie zählt bei der Zahnpflege zu den wichtigsten Utensilien. Eine Handzahnbürste sollte über abgerundete sowie weiche bis mittelharte Borsten verfügen und alle vier bis sechs Wochen ausgewechselt werden.

Höcker

Als Höcker bezeichnet der Zahnmediziner die Erhebungen auf den großen und kleinen Backenzähnen. Sie greifen beim Kauen in die Vertiefungen der gegenüber liegenden Backenzähne und zermahlen so die Nahrung.

Hygiene

Eine angemessene Hygiene, also die Reinigung und Pflege des Körpers, ist unerlässlich, um gesund zu bleiben. Dazu zählt natürlich auch die Mundhygiene, um sich vor Karies und Zahnfleischerkrankungen (siehe Gingivitis, Parodontitis) zu schützen.

Hypersensibilität

Die Hypersensibilität ist die Überempfindlichkeit der Zähne. Sie reagieren mit stechendem Schmerz auf äußere Reize wie zum Beispiel Wärme oder Kälte. Frei liegende Zahnhälse oder "abgenutzte" Zahnflächen sind die Stellen, die am häufigsten mit einer Hypersensibilität reagieren. Eine Linderung der Schmerzen können bestimmte Zahncremes oder die Behandlung mit Gels bzw. Lacken bringen.

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I-J

Implantat
Siehe Zahnimplantat

Implantologie

Die Implantologie ist die Lehre vom Einsetzen körperfremder Materialien mit dem Ziel der verträglichen Einheilung in den Körper. Der Zahnmediziner spricht dann vom Einsetzen der Zahnimplantate.

Inlay

Ein Inlay ist eine Einlagefüllung als Alternative zur herkömmlichen Zahnfüllung. Der Unterschied liegt darin, dass das Inlay passgenau im Dentallabor hergestellt wird. Im Gegensatz zum Onlay ist ein Inlay vollständig im Zahn verankert und überdeckt keine Höcker.

Interdentalraum

Der Interdentalraum ist der Zahnzwischenraum.

Interdentalbürste

Mit einer Interdentalbürste werden die Zahnzwischenräume gereinigt. Auch unter Brücken, Stegen und an Zahnimplantaten ist die Verwendung einer Interdentalbürste sinnvoll. Um die Zahnzwischenräume zusätzlich zu reinigen, wird der Gebrauch von Zahnseide empfohlen.

Interdentalpapille

Als Interdentalpapille wird das spitz zulaufende Zahnfleisch in den Zahnzwischenräumen bezeichnet.

Intraoral

Den Mundinnenraum betreffend. Das Gegenteil ist extraoral.

ITN (Intubationsnarkose)

Die Intubationsnarkose ist eine Art der Vollnarkose und findet im Zentrum für Zahnästhetik häufig Verwendung. Hierbei führt ein Beatmungsschlauch der Luftröhre des Patienten Sauerstoff und Narkosemittel zu. Da die Narkosemittel exakt steuerbar sind, erholt sich der Patient auch nach mehrstündigen Operationen äußerst zügig.

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K

Karies

Karies entsteht aufgrund von mangelnder Zahnpflege: Bakterien lagern sich im Laufe der Zeit an den Zähnen ab, es bildet sich ein weißlicher Zahnbelag (Plaque). Diese Bakterien wandeln Zucker zu Energie um. Ein Abfallprodukt dieses Vorgangs sind organische Säuren. Diese Säuren sind verantwortlich für die Demineralisation (Zerstörung von Mineralien des Zahnschmelzes), die zu Karies führen. Wenn die Karies bis zu dem empfindlichen Zahnnerv vordringt, können heftige Zahnschmerzen auftreten. Mehr als 95 Prozent der Europäer leiden unter der Volkskrankheit Karies.

Kavität

Als Kavität wird der Hohlraum bezeichnet, der beim Bohren entsteht, um ihn mit einer Füllung zu versehen.

Keramik

Keramik findet als Dentalstoff im Zahnlabor Verwendung. Es ist gewebefreundlich, sehr gut verträglich und sieht natürlich aus. Die Vollkeramik besticht durch Aussehen, optimale Lichtbrechung und Festigkeit, die vom natürlichen Zahn praktisch nicht zu unterscheiden sind.

Kiefer

Der Kiefer ist unterteilt in den Ober- und Unterkiefer. Das Kiefergelenk macht den Unterkiefer beweglich, der Oberkiefer ist starr. Das Kiefergelenk ist das einzige Gelenk des Körpers, der gleichzeitig eine Dreh- und Gleitbewegung ausführen kann.

Kieferorthopädie

Die Kieferorthopädie ist das Fachgebiet, das sich mit Fehlstellungen von Zähnen und Kiefer beschäftigt. Die Behandlung erfolgt mit fest sitzenden oder herausnehmbaren Zahnspangen. Der Behandlungszeitraum sollte unter normalen Umständen zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr liegen. Besonders bei fest sitzenden Zahnspangen ist eine gründliche Zahnpflege unbedingt notwendig. Ansonsten sammeln sich zwischen der Spange und den Zähnen Zahnbeläge, die schnell zu Karies führen können.

Kieferpressen
Siehe Bruxismus

Knochenaufbau

Ein Knochenaufbau wird häufig in der Implantologie durchgeführt, wenn zu wenig natürliche Knochensubstanz im Kiefer vorliegt (siehe Sinuslift). Denn: Ein Zahnimplantat kann nur bei ausreichend vorhandenem Knochenmaterial fest einwachsen.

Komposit
Siehe Composite

Krone

Die Krone ist ein Oberbegriff für den sichtbaren Teil eines Zahns - unabhängig davon, ob es sich um einen natürlichen Zahn oder Zahnersatz handelt. Die Krone als Bezeichnung für Zahnersatz gibt es in unterschiedlichsten Formen und aus verschiedenen Materialien. Die ästhetisch hochwertigste Möglichkeit ist die Vollkeramikkrone. Sie ist vom natürlichen Zahn praktisch nicht zu unterscheiden.

Kunststoff

In der Zahntechnik werden Kunststoffe (oder auch Dentalkunststoff) als Grundlage für diverse Dentalmaterialien verwendet (siehe Composite).

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L

Labor
Siehe Dentallabor

Lingua

Lingua ist der medizinische Fachbegriff für die Zunge.

Lippenbändchen

Das Lippenbändchen zieht sich jeweils am Ober- und Unterkiefer in der Mitte der Lippeninnenseite vom Zahnfleisch bis zur Lippe. Ist das Lippenbändchen zu stark ausgeprägt, kann es die vorderen Schneidezähne auseinanderdrängen (Diastema).

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M

Metallkeramik

Der Ausdruck Metallkeramik (oder auch Verblend-Metall-Keramik) wird für Kronen oder Brücken verwendet, die aus einem Metallgerüst bestehen und mit Keramik verblendet werden. Korrekt ist der Ausdruck genau genommen nicht, da es keine Keramik aus Metall gibt. Korrekt wäre: Metall-Keramik-Verbundsystem.

Milchzahngebiss

Etwa ab dem sechsten Lebensmonat brechen die Milchzähne durch. Das Milchzahngebiss besteht aus 20 Zähnen. Es weist eine wesentlich hellere Farbe als die bleibenden Zähne auf, woher auch der Begriff "Milchzahn" stammt. Zwischen dem 6. und 13. Lebensjahr wird das Milchzahngebiss von den bleibenden Zähnen ersetzt. Das Erwachsenengebiss besteht inklusive der Weisheitszähne aus 32 Zähnen.

Molar

Ein Molar ist ein hinterer Backenzahn. Auf beiden Seiten des Ober- und Unterkiefers befinden sich inklusive der Weisheitszähne jeweils drei Molaren. Davor liegen die zwei kleineren Backenzähne, die Prämolaren.

Munddusche

Mit Hilfe eines Wasserstrahlgerätes findet eine grobe Reinigung der Zähne statt, die Munddusche. Ein pulsierender Wasserstrahl entfernt Plaque, wenn dieser vorher mit anderen Reinigungstechniken gelöst wurde, sowie Speisereste. Der Wasserstrahl sollte jedoch nicht schräg auf die Zähne treffen, da so Verunreinigungen unter den Zahnfleischrand gelangen könnten.

Mundflora

Als Mundflora bezeichnet man die natürliche Ansiedlung von unzähligen Mikroorganismen und Bakterien im Mundraum und im Speichel. Eine gesunde Mundflora weist ein biologisches Gleichgewicht auf, dient zur Vorverdauung von Speisen und zum Schutz vor Krankheitserregern.

Mundgeruch

Der Mundgeruch wird auch als Halitosis bezeichnet.

Ursachen können viele sein: Verunreinigungen der Zähne oder des Zahnersatzes aufgrund von schlechter Mundhygiene, Zahnfleisch- oder Schleimhautentzündungen, Infektionen oder Geschwüre in der Speiseröhre, fehlende Magensäure oder Übersäuerung des Magens. Die Ursachen können ebenso im Darm, in der Nase, in den Lungen und bei einer Allgemeinerkrankung (zum Beispiel Diabetes mellitus) liegen. Bleibt der unangenehme Geruch trotz sorgfältiger Mundhygiene bestehen, sollte man einen (Zahn-)Mediziner aufsuchen, um die Ursache und eine wirksame Behandlung zu bestimmen.

Mundhygiene
Siehe Zahnpflege

Mundschleimhaut

Die Mundschleimhaut ist die Schleimhaut, die den gesamten Mundraum bedeckt. Man unterscheidet zwischen der verschieblichen Schleimhaut (zum Beispiel Lippen) und der unverschieblichen (zum Beispiel Gaumen, Kieferkamm). Eine sehr bekannte und häufig auftretende Erkrankung der Mundschleimhaut ist Herpes (Fieberbläschen an den Lippen).

Mundspül-Lösung

Die Mundspül-Lösungen unterscheiden sich zwischen den medizinisch wirksamen und den kosmetischen für einen frischen Atem. Die medizinischen Lösungen verschreibt der Zahnarzt oder empfiehlt der Apotheker. Wirksam sind sie gegen Zahnfleischentzündungen (Parodontitis bzw. umgangssprachlich: Parodontose), Plaque, Bakterien oder Pilze. Kosmetische Mundspül-Lösungen sorgen in erster Linie für einen frischen Atem und guten Geschmack. Vom ständigen Gebrauch dieser Lösungen ist abzuraten, da sie auf Dauer die Mundflora aus dem Gleichgewicht bringen kann.

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N

Narkose
Siehe Anästhesie

Nikotingenuss

Auf das Rauchen sollte man insbesondere verzichten, wenn Zahnimplantate getragen werden oder eine Zahnfleischerkrankung vorliegt. Aber es gilt natürlich auch grundsätzlich, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist; für den Mund- und Rachenraum genauso wie für die Lunge und den Rest des Körpers.

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O

Oberkiefer
Siehe Kiefer

Odontalgie

Odontalgie ist der medizinische Fachbegriff für den Zahnschmerz.

Odontologie

Odontologie ist der medizinische Fachbegriff für die Zahnheilkunde.

Okklusion

Die Berührung der unteren und oberen Zahnreihen beim Kauen bezeichnet man als Okklusion.

Onlay

Ein Onlay ist eine im Dentallabor gefertigte, passgenaue Zahnfüllung, die die gesamte Kaufläche inklusive der Höcker bedeckt. Als Material wird meist Keramik oder Gold eingesetzt. Gelegentlich ist auch die Sprache vom "Overlay". In diesem Fall bedeckt die Füllung nur einen Teil der Höcker und nicht die gesamte Höckerfläche.

Overlay
Siehe Onlay

Oral

Zum Mund gehörend.

Oralchirurgie

Die Oralchirurgie ist ein Fachgebiet der Zahnmedizin, das sich mit chirurgischen Eingriffen in der Mundhöhle befasst. Dazu gehört zum Beispiel die Implantologie oder die Entfernung der Weisheitszähne.

Oralphobie

Der Fachbegriff für die ausgeprägte Angst vor dem Zahnarzt ist die Oralphobie oder auch Dentalphobie.

Orthodontie

Orthodontie ist ein selten benutzter Begriff für die Kieferorthopädie.

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P

Parodontitis (umgangssprachlich: Parodontose)

Eine Parodontitis beschreibt die chronisch bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates. Parodontitis kann aufgrund einer bakteriellen Infektion entstehen, zum Beispiel bei nicht entfernten Zahnbelägen. Zwischen Zahnfleisch und Zähnen bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich Gewebe schädigende, entzündliche Bakterien sammeln. Auch die Veranlagung spielt eine Rolle. Die gleiche Menge an Bakterien kann völlig unterschiedliche Verläufe einer Parodontitis nach sich ziehen. Eine Folge kann die Lockerung bzw. Lösung des Zahns aus seiner Verankerung im Zahnfleisch sein.

Tückisch an der Parodontitis ist die Tatsache, dass sie von vielen Betroffenen nicht erkannt wird. Symptome wie schnelles Zahnfleischbluten, gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch werden nicht wahrgenommen oder ignoriert.

Parodontose

Von Laien wird der Begriff Parodontose häufig für eine Zahnfleischentzündung (Parodontitis) benutzt. Die medizinisch korrekte Bedeutung ist jedoch eine andere: Parodontose ist der meist altersbedingte und entzündungsfreie Rückgang des Zahnhalteapparates; auch als Zahnbettschwund bezeichnet. Meist bildet sich der Kieferknochen zurück, und Zahnverlust kann die Folge sein.

Plaque

Als Plaque bezeichnet man den Zahnbelag, der sich aufgrund mangelnder Zahnpflege bildet. Zunächst unsichtbar erscheint Plaque im Verlauf als weißlicher Belag, der aus Verunreinigungen und Mikroorganismen besteht. Werden die Beläge nicht rechtzeitig entfernt, kann sich daraus Karies und Zahnstein bilden.

Plaqueindex

Der Plaqueindex ermittelt die Menge an Plaque, die sich auf gründlich gereinigten Zähnen nach 24 Stunden ablagert, während in dieser Zeit keine weiteren Zahnpflegemaßnahmen getroffen werden. Er wird eingeteilt in sechs Stufen von 0 bis 5.

Prämolar

Ein Prämolar ist ein kleiner Backenzahn. Das bleibende Gebiss verfügt über je zwei Prämolaren pro Kiefer und Seite. Sie liegen hinter den Eckzähnen. Die großen Backenzähne werden als Molaren bezeichnet.

Professionelle Zahnreinigung
Siehe Prophylaxe

Prophylaxe

Neben der täglichen gewissenhaften Zahnpflege spielt die professionelle Zahnreinigung in der Prophylaxe eine große Rolle. Eine professionelle Zahnreinigung wird beim Zahnarzt durchgeführt und läuft in der Regel wie folgt ab: Zunächst werden Beläge wie Zahnstein und Plaque von den Zahnoberflächen, den Zahnzwischenräumen und aus den Zahnfleischtaschen entfernt. Danach werden die Zähne poliert und anschließend mit einem fluoridhalten Lack überzogen. Auf der polierten glatten Zahnoberfläche können sich nur schwer neue Beläge ablagern. Der Lack stärkt den Zahnschmelz und kann somit helfen, Kariesbildung zu vermeiden.

Prothese

Als Prothese ist umgangssprachlich der Zahnersatz gemeint, der einige oder sämtliche natürliche fehlende Zähne ersetzt und herausnehmbar ist.

Pulpa

Die Pulpa ist das Zahnmark (umgangssprachlich: Zahnnerv). Die Pulpa ist schmerzempfindlich und besteht aus Blut- und Nervgefäßen. Sie unterteilt sich in die Kronenpulpa (im oberen Bereich des Zahns) und die Wurzelpulpa. Ist der Nerv eines Zahns abgestorben, kann der Zahn mit einer Wurzelfüllung (Wurzelkanalbehandlung) erhalten werden.

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Q-R

Rauchen
Siehe Nikotingenuss

Recall

Ein Recall (englisch: Rückruf) dient dazu, Patienten an Vorsorge- bzw. Nachsorgebehandlungen zu erinnern. Insbesondere nach implantologischen und parodontologischen Behandlungen ist eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll. Zahlreiche Studien beweisen, dass sie zu dem langfristigen Erfolg einer Zahnbehandlung beitragen. Ein Recall wird nur bei Patienten durchgeführt, die dafür vorher ihre Zustimmung gegeben haben.

Remineralisation

Die Remineralisation beschreibt die Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz. Dies ist ein Vorgang, der tagtäglich stattfindet. Es handelt sich dabei um Mineral-Bestandteile aus dem Speichel, die zuvor aufgrund einer Demineralisation aus dem Zahnschmelz gelöst wurden. Die Remineralisation kann im Anfangsstadium die Kariesbildung stoppen bzw. "heilen". Geeignete Maßnahmen dafür sind eine lokale Fluoridzufuhr, antibakterielle Gels und eine gründliche Zahnpflege. Fluoride haben die Eigenschaft, die Wiedereinlagerung der Mineralien zu beschleunigen (Katalysator-Effekt). Die Bekämpfung der Bakterien verringert eine Produktion von Säuren, die den Zahnschmelz angreifen.

Röntgen

Ein Röntgenbild stellt Hartgewebe wie Knochen und Zähne wie ein "Foto" dar. Anhand der Aufnahme werden zum Beispiel Veränderungen an der Zahnwurzel oder zerstörter Zahnschmelz (Karies) sichtbar.

Rosa Ästhetik

Die rosa Ästhetik beschreibt das gesunde und ästhetische Aussehen des Zahnfleisches. Gesundes Zahnfleisch ist fest, schimmert hellrosa und weist ein harmonisches Wellenprofil auf. Erkranktes Zahnfleisch hingegen ist geschwollen, dunkelrot, kann unangenehm riechen und schnell bluten. Liegen diese Symptome vor, handelt es sich häufig um eine Parodontitis (umgangssprachlich: Parodontose).

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S

Säure

Für Karies sind Säuren verantwortlich. Entweder bilden sich die Säuren aufgrund von Zahnbelag, oder sie werden durch säurehaltige Nahrung aufgenommen. Säure bewirkt eine Demineralisation des Zahnschmelzes, also die Herauslösung von Mineralien.

Sandwichtechnik

Im Dentallabor wird die Sandwichtechnik häufig bei der Herstellung von Composites angewandt: Das Material wird in Schichten verarbeitet, um die Schrumpfung des Werkstoffes so gering wie möglich zu halten.

Schmelz
Siehe Zahnschmelz

Schneidezahn

Die Schneidezähne sind die vier Zähne, die sich jeweils in der Mitte des Ober- und Unterkiefers befinden.

Seitenzähne

Als Seitenzähne bezeichnet der Zahnmediziner die Gesamtheit der großen und kleinen Backenzähne, die so genannten Molaren und Prämolaren.

Sinuslift

Ein Sinuslift ist die Bezeichnung für den Knochenaufbau des Oberkieferknochens. Ein Sinuslift wird zum Beispiel durchgeführt, wenn zu wenig eigene Knochensubstanz für das Setzen eines Zahnimplantates vorliegt.

Sofortimplantation

Eine Sofortimplantation ist das Setzen von Zahnimplantaten direkt nach der Entfernung (Extraktion) der natürlichen Zähne.

Speichel

Der Speichel wird von den Speicheldrüsen abgesondert und besteht zu 99,5 Prozent aus Wasser. In Bezug auf Karies spielt Speichel eine wesentliche Rolle: Er hilft den Zahnschmelz mit Mineralien zu versorgen (Remineralisation) und schützt ihn somit vor Karies. Es handelt sich dabei genau genommen um einen Prozess, der sich stetig wiederholt: Zunächst lösen Säuren die Mineralien aus dem Zahnschmelz heraus, anschließend führt der Speichel dem Zahn diese Mineralien wieder zu. Bei mangelnder Zahnpflege kann dieser Vorgang allerdings nicht die Entstehung von Karies verhindern. Speichel sorgt darüber hinaus für eine ausgeglichene Mundflora und ein gesundes Milieu im Mundraum. Eine andere Aufgabe des Speichels ist die erste Zersetzung der Nahrung im Verdauungsprozess: Beim Kauen werden die Speisen mit Enzymen des Speichels aufgespalten.

Suprakonstruktion

Als Suprakonstruktion wird der sichtbare Teil eines Zahnimplantats bezeichnet.

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T

Teilkrone

Eine Teilkrone ersetzt im Gegensatz zur Vollkrone nur einen Teil des natürlichen Zahns. Sie wird verwendet, wenn nicht allzu viel natürliche Zahnsubstanz zerstört ist.

Teilprothese

Als Teilprothese bezeichnet man die herausnehmbare Prothese, die einzelne fehlende Zähne und/oder Zahnlücken mit Zahnersatz versorgt. Die Teilprothese wird anhand von Verbindungselementen an vorhandener, natürlicher Zahnsubstanz befestigt.

Teleskopkrone

Eine Teleskopkrone besteht immer aus zwei Teilen: zum einen aus dem Innenteleskop aus Metall und Keramik, das im Mund fest verankert wird; zum anderen aus dem Außenteleskop, welches mit Dentalmaterial verblendet und auf das Innenteleskop "gesteckt" wird. Teleskopkronen dienen zum Beispiel als Befestigung für Teilprothesen.

Titan

Das Metall Titan findet häufig in der Implantologie Verwendung, die meisten Zahnimplantate bestehen aus Titan. Das Metall hat folgende Vorteile: Es weist eine sehr hohe Biokompatibilität auf (Abwehrreaktionen sind derzeit keine bekannt), es ist äußerst belastbar und langlebig.

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U

Überempfindliche Zähne
Siehe Hypersensibilität

Unterkiefer
Siehe Kiefer

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V

Veneer

Ein Veneer ist eine dünne Verblendschale (Dreiviertelkrone) aus Keramik, die auf die natürliche Zahnsubstanz aufgeklebt wird. Sie ist besonders als zahnästhetische Maßnahme empfehlenswert: Um Zahnfehlstellungen zu korrigieren, die Zahnfarbe oder Zahnform zu ändern oder um abgesplitterte Zähne zu korrigieren. In den meisten Fällen werden Veneers im sichtbaren Frontzahnbereich eingesetzt. Der Vorteil gegenüber einer Zahnkrone ist der geringe Verlust natürlicher Zahnsubstanz. Im Vergleich zur Krone muss für ein Veneer nur ein Bruchteil des Zahnschmelzes abgetragen werden. Veneers aus Vollkeramik sind von den natürlichen Zähnen nicht mehr zu unterscheiden: Die Vollkeramik mit ihrer Lichtbrechung und leichten Transparenz ahmt das Erscheinungsbild des natürlichen Zahns perfekt nach.

Verblend-Metall-Keramik
Siehe Metallkeramik

Vollkeramik

Der Begriff Vollkeramik wird in der Zahnmedizin/Zahntechnik verwendet, wenn der Zahnersatz ausschließlich aus Keramik besteht. Aus ästhetischer Sicht wird die Vollkeramik als Zahnersatz immer beliebter: Die leichte Transparenz und Lichtbrechung ist der natürlichen Zahnsubstanz zum Verwechseln ähnlich. Bei Metallverblend-Techniken hingegen macht das Metall den Zahn "blickdicht" und wirkt mitunter unecht.

Vollnarkose

Eine Behandlung in Vollnarkose (siehe Intubationsnarkose) bietet sich besonders für Angstpatienten und Patienten mit Würgereiz an. Sie spart ebenso viel Zeit, da mehrere Behandlungsschritte zusammengefasst werden können. Medizinische Eigenschaften der Vollnarkose sind absolute Schmerzfreiheit, Bewusstseinsverlust und Erinnerungslosigkeit für den Patienten.

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W

Weisheitszahn

Am Ende der Zahnreihen befindet sich jeweils ein Weisheitszahn, insgesamt sind es also vier. Die Weisheitszähne sind diejenigen Zähne, die zuletzt durchbrechen (zwischen dem 17. und 24. Lebensjahr). Sie zählen zu den großen Backenzähnen (Molaren). Aus Platzgründen können die Weisheitszähne unter Umständen gar nicht oder nur zu einem Teil durchbrechen.

White Spot

Als White Spot (englisch: weißer Fleck) bezeichnet man die erste sichtbare Veränderung des Zahnschmelzes bei einer beginnenden Karies. Es handelt sich dabei um eine Entkalkung des Schmelzes, deshalb entsteht an dieser Stelle ein heller Fleck. Mit geeigneten Maßnahmen wie gute Zahnpflege, Flouridzufuhr und Gelees kann die Kariesbildung noch gestoppt und unter Umständen "ausgeheilt" werden.

Wurzelkanalbehandlung ("Wurzelbehandlung")

Eine Wurzelkanalbehandlung ist notwendig, wenn sich die Pulpa ("Zahnnerv") entzündet hat. Ursachen dafür sind meist Karies oder Verletzungen des Zahns aufgrund eines Unfalls. Die Behandlung sieht folgendermaßen aus: Zunächst werden die Wurzelkanäle mit speziellen Instrumenten und Lösungen gereinigt und geweitet. Bei einer starken Infektion unterstützen Medikamente, die in die Kanäle eingelagert werden, die Behandlung. Anschließend werden die Kanäle mit gewebefreundlichen Füllmaterialien versehen.

Wurzelspitzenresektion

Eine Wurzelspitzenresektion ist die Beseitigung von entzündetem Gewebe oder Zystengewebe an der Wurzelspitze. Bei einer Wurzelspitzenresektion, die nach einer Wurzelkanalbehandlung vorgenommen wird, entfernt der Zahnmediziner neben Gewebe mitunter auch den unteren Teil der Wurzel. Auf diese Weise werden kleine Seitenkanälchen der Zahnwurzel beseitigt, die von der Wurzelfüllung nicht erreicht werden. Die Wurzelspitzenresektion geschieht im Rahmen eines kleinen chirurgischen Eingriffs mit örtlicher Betäubung.

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X, Y, Z

Zahn

Der Zahn setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: Der sichtbare obere Teil des Zahns (Krone) besteht aus dem Zahnschmelz, der unsichtbare Teil im Kiefer (Wurzel) ist vom Wurzelzement umgeben. Als zweite Schicht folgt das Dentin. Unter dem Dentin liegt die Pulpa ("Zahnnerv"), die sich aus Blut- und Nervgefäßen zusammensetzt und den Zahn schmerzempfindlich macht.

Zahnarztphobie
Siehe Oralphobie

Zahnaufhellung
Siehe Bleaching

Zahnbelag

Bei Zahnbelag unterscheidet man zwischen harten und weichen Belägen. Zu den weichen Belägen gehören Speisereste und ein weißlicher Belag, die Plaque. Letzterer kann nur mit Hilfsmitteln wie Zahnbürste und Zahnseide entfernt werden. Zum harten Belag gehört der Zahnstein, der mit speziellen Instrumenten beim Zahnarzt entfernt werden muss. Wird Plaque nicht rechtzeitig entfernt, kann sich daraus Zahnstein bilden.

Zahnbürste
Siehe Handzahnbürste, Elektrozahnbürste, Zahnpflege

Zahncreme

Die Verwendung von Zahncreme gehört zur täglichen Zahnpflege. Zahncreme hilft, Beläge zu entfernen. Bei der Auswahl eines Produkts gibt es einige Aspekte zu berücksichtigen: Zahncreme sollte unbedingt Fluoride enthalten. Sie helfen, Karies zu vermeiden und den Zahnschmelz zu härten. Kinder bis zum sechsten Lebensjahr sollten nur Kinderzahncreme verwenden, da sie im Geschmack milder und der Flouridgehalt der Erwachsenencremes zu hoch ist. Der RDA-Wert einer Zahncreme gibt an, wie stark der Abrieb aufgrund der Putzkörper ist. Geringe Werte liegen um 30, Werte über 100 gelten als hoch. Zahncreme mit einem Wert um die 80 sollte nicht regelmäßig benutzt werden, sonst kann der Zahnschmelz Schäden davontragen. Besonders die "weiß machenden" Zahncremes weisen hohe RDA-Werte auf. Wer seine Zähne aufhellen möchte, sollte auf Bleaching oder Veneers zurückgreifen.

Zahnfleischentzündung
Siehe Gingivitis, Parodontitis

Zahnfleischtasche

Eine Zahnfleischtasche entsteht zwischen Zahn und anliegendem Zahnfleisch, wenn Beläge nicht rechtzeitig entfernt werden: In den Zahnfleischtaschen sammeln sich Bakterien, das Zahnfleisch kann sich entzünden und zurückbilden. Es kann daraus eine Parodontitis entstehen und im schlechtesten Fall Zahnverlust zur Folge haben.

Zahnhals

Als Zahnhals bezeichnet man den Teil des Zahns, der sichtbar wird, wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht.

Zahnimplantat

Ein Zahnimplantat wird in den Kieferknochen eingepflanzt und verwächst dort mit Knochen und Gewebe. Das Implantat ersetzt somit die fehlende Zahnwurzel. Der Zahnersatz, der auf das Implantat gesetzt wird, hat eine besonders natürliche Wirkung und ist aus ästhetischer Sicht die beste Möglichkeit, Zahnlücken zu schließen. Auch unter medizinischen Aspekten vereint das Zahnimplantat mehrere Vorteile: Der Rückgang des Kieferknochens wird an dieser Stelle vermieden. Außerdem müssen die Nachbarzähne nicht beschliffen und zusätzlich belastet werden. Voraussetzung für eine erfolgreiche Implantation ist genügend Knochensubstanz im Kieferknochen, damit das Implantat fest einwachsen kann. Ist das beim Patienten nicht der Fall, so wird ein Knochenaufbau durchgeführt. Zahnimplantate können prinzipiell bei jedem Patienten gesetzt werden. Das Kieferknochen-Wachstum muss jedoch abgeschlossen sein, und es sollten keine schwerwiegenden Organ-Erkrankungen vorliegen.

Zahnpflege

Eine sorgfältige Zahnpflege ist das A und O für gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch. Der Markt bietet dafür zahlreiche Pflegemittel und -utensilien an.

Zur Mundhygiene gehört das Zähneputzen mit weichen bis mittelharten Borsten, möglichst zwei Mal täglich. Dabei sollte man nicht zu fest drücken, sonst können das Zahnfleisch und der Zahnschmelz Schäden davontragen. Hat man Säurehaltiges zu sich genommen, sollte zirka eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen gewartet werden, da die Säure den Zahnschmelz vorübergehend "weich" und angreifbar macht. Die Zahncreme sollte keine Weißmacher enthalten, dafür mit Fluoriden versetzt sein. Die Zahnzwischenräume reinigt man täglich mit Zahnseide und/ oder einer Interdentalbürste. Mit einer Mundspül-Lösung kann man Bakterien zusätzlich bekämpfen. Mit einem Zungenreiniger lassen sich Beläge und Bakterien von der Oberfläche der Zunge entfernen.

Zusätzlich sollte zwei Mal im Jahr als Prophylaxe-Maßnahme eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt durchgeführt werden.

Zahnreinigung
Siehe Zahnpflege, professionelle Zahnreinigung / Prophylaxe

Zahnschmelz

Der Zahnschmelz ist die äußere Hartsubstanz und bedeckt den sichtbaren Teil des Zahns (Zahnkrone). Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz, die im menschlichen Körper vorkommt. Unter dem Zahnschmelz liegt das Dentin, das wiederum den Zahnnerv umgibt.

Zahntechniker

Der Zahntechniker ist im Dentallabor für die Herstellung von Veneers, Kronen, Inlays, Onlays usw. zuständig. Er arbeitet mit verschiedenen Dentalmaterialien wie Keramik, Gold und Kunststoff. Je nach individueller Zahnsituation passt er Farbe, Form und Struktur den natürlichen Zähnen an.

Zahnseide

Der Gebrauch von Zahnseide sollte zur täglichen Zahnpflege dazugehören. Mit Zahnseide werden die Zahnzwischenräume gereinigt, da diese mit der normalen Zahnbürste nicht erreicht werden. Dazu spannt man die Zahnseide zwischen einen rechten und linken Finger. Man bringt sie vorsichtig in den Zahnzwischenraum ein und reinigt diesen mit Auf- und Ab-Bewegungen. Für jeden Zwischenraum sollte ein sauberes Stück Zahnseide benutzt werden. Wer unsicher im Umgang ist, sollte sich dies einmal vom Zahnarzt oder von einer Fachassistentin erklären lassen.

Zahnzwischenraum
Siehe Interdentalraum

Zähneknirschen
Siehe Bruxismus

Zucker

Der Zucker ist die Hauptursache für die viel verbreitete Karies. Dabei macht es kaum einen Unterschied, ob es sich um weißen Haushaltszucker, braunen Zucker, Honig oder Datteln ("Zuckeralternativen") handelt. Je häufiger über den Tag verteilt Zucker zu sich genommen wird, desto schlechter für die Zähne. Es ist besser, eine ganze Tafel Schokolade auf einmal zu essen (anschließend Zähne putzen), anstatt über den ganzen Tag verteilt kleine Stückchen zu naschen. Deshalb sind auch die versteckten Zucker besonders gefährlich. Diese sind sehr häufig in unterschiedlichsten Nahrungsmitteln als Geschmacksverbesserer zu finden. Die Zuckerersatzstoffe hingegen lösen keine Karies aus. Dazu zählen zum Beispiel Aspartam, Cyclamat und Saccharin. Sie sind auch für Diabetiker gut geeignet.

Zunge

Die Zunge dient als Geschmacks-, Sprach- und Kauorgan. Sie besteht aus mehreren Muskeln und ist von Schleimhaut bedeckt. Zahlreiche Zungen-Speicheldrüsen sondern Speichel ab. Die Zunge empfindet folgende Geschmacksrichtungen: bitter, salzig, sauer, süß und umami. Die Bezeichnung umami stammt vom japanischen Begriff "umai" (= "herzhaft", "wohlschmeckend") Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte ein japanischer Forscher diese neue Geschmacksrichtung. Träger des Geschmacks ist die Glutaminsäure, die auch als Geschmacksverstärker verwendet wird.

Zungenschaber

Der Zungenschaber dient zur Reinigung der Zungenoberfläche. Die raue Oberfläche der Zunge und das feucht-warme Milieu sind die ideale Voraussetzung für zahlreiche Bakterien. Der regelmäßige Gebrauch eines Zungenschabers kann gegen schlechten Geschmack im Mund und Mundgeruch helfen. Auch die Anzahl von Kariesbakterien kann auf diese Weise verringert werden.

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