Zahnschmerzen

Verschiedene Ursachen - eine Wirkung

In den meistens Fällen sind es zwei Erkrankungen, die zu Zahnschmerzen führen können:

Bei der Parodontitis verursachen Bakterien Entzündungen am Zahnfleisch oder in den Zahnfleischtaschen. Dabei kann der den Zahn umgebende Knochen nachhaltig zerstört werden.

Bei der Karies dringen die Bakterien in den Zahn ein und wandern bis zum Zahnnerv. Dort lösen sie den Schmerzreiz aus. Erkennbar ist die Karies an den Löchern, bzw. röntgenlogischen Veränderungen des Zahnes.

Zahnschmerzen gehören - genau wie Kopf- und Ohrenschmerzen - für jeden von uns zu den unangenehmsten Schmerzen, weil sie ihren Ursprung in der Nähe unserer Sinnesorgane haben.

Wie entsteht überhaupt Schmerz?

Bei Verletzungen oder Entzündungen werden aus dem betroffenen Gewebe (zum Beispiel Zahnfleisch, Zahnnerv, Kieferknochen) körpereigene Botenstoffe - das sind kleine chemische Moleküle- freigesetzt, die durch das Gewebe wandern und sich eine Bindungsstelle an den "Schmerznerven" suchen. Finden diese Botenstoffe entsprechende, für sie selber genau passende Bindungsstellen, wird der "Schmerznerv" aktiviert und überträgt diese Aktivierung bis zum Gehirn. Im Gehirn wird dieser chemisch-elektrische Reiz als Schmerz wahrgenommen.

Je größer, desto schlimmer

Je größer die Verletzung oder Entzündung ist, desto mehr Botenstoffe werden im betroffenen Gewebe frei gesetzt und desto mehr "Schmerznerven" können aktiviert werden. Entsprechend verstärken sich die Reize, die im Gehirn als Schmerz wahrgenommen werden.

Wie lassen sich Zahnschmerzen verhindern?

Vorbeugung die beste Methode, damit Zahnschmerzen erst gar nicht entstehen. Trotzdem kann es selbst bei bester Vorbeugung irgendwann zu Schäden kommen, auf die der Körper in aller Regel mit dem Warnsymptom "Schmerz" aufmerksam macht. Nur die Beseitigung des Auslösers durch Heilung der Verletzung oder durch Abklingen der Entzündung kann eine dauerhafte Schmerzbefreiung erreichen.

Zahnschmerzen sind Warnsignale und Vorbeugen ist besser als heilen!
Schmerzmedikamente (Analgetika) können eine vorübergehende Schmerzlinderung bringen. Sie dürfen aber auf keinen Fall dauerhaft gegen Zahnschmerzen eingenommen werden! Sie sind ein sehr ernst zu nehmendes Warnsignal und Sie sollten umgehend einen Termin mit uns vereinbaren.