Zucker & Karies

Das wissen sogar schon die Kleinsten: Besonders schädlich für die Zähne ist Zucker. Die Menge an Zuckerstoffen in einem Lebensmittel allein reicht jedoch nicht aus - gefördert wird Karies auch durch das lange Verbleiben von Zucker im Mund. Denn dadurch können die Kariesbakterien Säuren produzieren die den Zahnschmelz entkalken.

Es sind somit verschiedene Faktoren notwendig, um Karies zu bekommen.

Die Hauptfaktoren sind:

  • Bakterien
  • Zucker
  • Zeit

Wichtig: Bakterien + Zucker x Zeit = Karies

Wichtigstes Süßungsmittel in der Küche ist normaler Küchenzucker. Traubenzucker, Milchzucker und Fruchtzucker haben die gleiche Süßkraft - und richten den gleichen Schaden an. Dies gilt auch für Süßungsmittel, in denen diese Stoffe enthalten sind, also beispielsweise Honig.

Ist auf einer Packung die Aufschrift "ohne Zucker" zu lesen, heißt das noch lange nicht, dass überhaupt keine Zuckerstoffe enthalten sind. In diesen Lebensmitteln können ohne weiteres andere Stoffe wie Maltodextrin oder Fruchtzucker enthalten sein.

Übrigens können auch natürliche und naturbelassene Lebensmittel und Vollwertnahrung viel Zucker enthalten. Dazu gehören Honig oder Bananen. Stärke kann je nach Zusammensetzung ebenfalls kariesfördernd sein. Achtung: Gekochte Stärke (z. B. in Kartoffelchips) ist dabei noch schädlicher als der Zucker in Süßigkeiten.

Zucker- und Säurereiche Lebensmittel:

  • Honig
  • Marmelade
  • Müsli-Riegel
  • Cornflakes
  • Mehrkornbrot
  • Äpfel
  • Bananen
  • Obstkonserven
  • Orangensaft
  • Apfelsaft
  • Limonaden- und Cola-Getränke
  • Isotonische Sportgetränke
  • Alkopops
  • Milchspeiseeis
  • Kekse
  • Fruchtgummi
  • Schokolade (vor allem Vollmilch-Nuss)
  • Torte (vor allem Käse-Sahne)
  • Früchtejoghurt

Alternative Süßungsmittel

Zuckeraustauschstoffe sind weniger kariesfördernd als normaler Zucker und enthalten auch weniger Kalorien. Sie haben aber auch einige Nachteile: Sorbit wird beispielsweise im Speichel und in den Belägen laufend zu Zahnschmelz zerstörenden Säuren abgebaut - allerdings mit zeitlicher Verzögerung.

Doch Vorsicht!

Bei der Aufnahme von größeren Mengen an Zuckeraustauschstoffen drohen außerdem Durchfall und/oder Blähungen, da diese Austauschstoffe nur unvollständig vom Dickdarm aufgenommen werden können.

Zuckerersatzstoffe wie Saccharin sind gesundheitlich unbedenklich und haben keine kariesfördernde Wirkung. Nachgewiesene Karieshemmung bewirkt der Zuckeraustauschstoff Xylit. Es blockiert den Stoffwechsel bestimmter kariesaktiver Bakterien und lässt diese buchstäblich verhungern.

Es gibt viele Süßigkeiten mit dem "Zahnmännchen", diese enthalten keine kariesauslösenden Zucker.