Parodontologie

Entnommen aus: "Zähne", STIFTUNG WARENTEST 2005

Parodontitis

Parodontitis (Zahnbetterkrankung - auch als Parodontose bekannt) ist eine bei Erwachsenen ab dem 35. Lebensjahr sehr häufig auftretende chronische Erkrankung des Zahnhalteapparates. Dabei verlieren die Zähne ihre Verbindung zum Knochen.

Wie kommt es zur Parodontitis?

Die wichtigsten Ursachen für Parodontitis sind Zahnbeläge (Biofilm), Zahnstein (Konkremente), spezielle Bakterien und deren Stoffwechselgifte, Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und andere Risikofaktoren wie Rauchen, Stress, Einnahme von immunabwehrunterdrückenden Medikamenten, Vererbung.

Wie erkennen Sie eine Parodontitis?

Ursache für eine Parodontitis sind bestimmte Bakterien des Biofilms. Erste Symptome der Entzündung sind Zahnfleischbluten beim Reinigen der Zähne oder beim Essen und ein schlechter Geschmak im Mund. Auch wenn Ihre Zahnhälse empfindlich auf Kälte und Heißes reagieren, sollten Sie zur Kontrolle kommen.

Wie wird Parodonditis in der Praxis diagnostiziert?

Zunächst nehmen wir Ihr Zahnfleisch in Augenschein und messen dann die Tiefe eventuell sichtbarer Zahnfleischtaschen. Welche Bakterien da am Werk sind, erkennen wir mit Hilfe eines Bakterientests und wir überprüfen auch, ob Sie eine erbliche Veranlagung zur Parodontitis haben. Dafür steht ein spezieller Gentest zur Verfügung. Diese beiden Tests sind allerdings Privatleistungen, die von den Krankenkassen in der Regel nicht übernommen werden.

Was können wir gegen Parodontitis tun?

Ob eine "geschlossene" oder "offene" Behandlung, "knochenregenerierende" Maßnahmen, ein- oder mehrzeitiges Vorgehen für Sie in Betracht kommt, legen wir nach einer ausführlichen Phase der Diagnostik und Vorbehandlung gemeinsam mit Ihnen fest. Wir bevorzugen aufgrund der besseren Langzeitergebnisse schonungsvolle Behandlungsmethoden.

Entnommen aus: "Zähne", STIFTUNG WARENTEST 2005

Wichtig!
Gerade bei einer parodontalen Erkrankung hat die Nachsorge eine besondere Bedeutung: Regelmäßige Recall-Termine mit Kontrolluntersuchungen und professionelle Zahnreinigung sichern die Gesundheit ihres Zahnfleisches - und senken damit nachhaltig Ihr Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden und an Bluthochdruck zu erkranken.

Erwarten Sie ein Baby?
Dann sollten Sie unbedingt ganz besonders auf die Gesundheit Ihres Zahnfleisches achten. Neueste Studien beweisen nämlich, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Frühgeburten gibt.